Abschlussprogramm der Abschlussklassen 2006


Wie fühlt man sich vor einem Auftritt? - schlecht. Monatelang hat man geprobt: tanzen, singen, Texte schreiben, Ansagen usw. usf. Manches wurde dabei verworfen, anderes hinzugefügt und gefiel dann doch nicht. Und die Nerven lagen blank - auch weil da immer der eine oder andere gefehlt hat oder plötzlich festgestellt wurde, es klingt nicht so, wie es sollte.

Wie fühlt man sich vor einem Auftritt? - nicht mehr so schlecht, wenn all die Plackerei endlich vorbei ist - im doppelten Sinne - Schule vorbei, Warterei vorbei. Es konnte endlich losgehen, auch wenn vorher schon einmal ein wenig im Schulhaus gefeiert wurde und man die Noten erfuhr, mit denen man sich auf den Weg in die Prüfung macht, oder seinen Abschluss erhält.

Wie fühlt man sich vor einem Auftritt? - nun ist es egal. Die Turnhalle ist gut gefüllt, gespannte Gesichter, für Aufregung keine Zeit mehr. Es geht los. Die Band spielt "Wild Thing" und heizt die Stimmung an. Die 70er Jahre sollen nun schwungvoll auf die Bühne gebracht werden.

Und zu einem ordentlichen Programm gehört ein Moderator - wir hatten 3 davon: Anne, Annemarie, Nadine. Sie machen ihre Sache gut. Führen die Zuschauer von einem "Liebesspiel" zu den wichtigsten Meldungen der Jahre über eine Modenschau zum selbstgetexteten und selbstvertonten Lied der Klasse 10b und einem Boogie. Höhepunkt der 70er die Gruppe "Kiss" - natürlich besser als die echten - oder zweifelt da jemand?

Der zweite Teil des Programms gehörte den 80ern. Ein Feuerwerk bekannter Künstler von Nirvana, Nina Hagen, bekannte Titel der Neuen Deutschen Welle, auch Ute Freudenberg durfte nicht fehlen. Sie ist zwar schon ziemlich alt, aber irgendwie erlebt jede Generation ihre "Jugendliebe". Dazwischen die Abschlusslieder von 10a und 10f, tänzerische Höchstleistungen bei "Dirty Dancing" und einem "Rock 'n' Roll".

Die Modenschau endete mit einem Paukenschlag. Zu dem Titel "Über sieben Brücken musst du geh'n" erschien ein Brautpaar mit einem Strauß - gehört ja auch dazu - und warf diesen in Richtung Lehrerbank. Er wurde gefangen - von wem - darüber schweigt des Schreibers Auskunftsfreudigkeit.

Für die Klassenlehrer der Abschlussklassen gab es dann noch ein besonderes "Schmankerl". Ein Rundflug über Gera beendete ihren aufregenden Schultag. Doch damit nicht genug. Die Schule wurde überflogen und da war auf einem großen weißen Banner "Danke" zu lesen. Danke.

Wieder ein Jahrgang verlässt uns. Abschied mit Wehmut, auch wenn da nicht immer eitel Sonnenschein war. Vergesst eure Wurzeln nicht ihr Abgänger! Wie fühlt man sich nach einem Auftritt? - bestens!