Schnellster ziviler Computer in Jülich am Netz

Schnellster ziviler Computer in Jülich am Netz Der schnellste zivil genutzte Rechner der Welt steht seit dem 22.02.2008 in der großen Rechnerhalle des Forschungszentrums Jülich. In Jülich rechnen 65536 Prozessoren, die über ein Kommunikationsnetz verbunden sind. Sie sind in 16 etwa telefonzellengroßen Schränken untergebracht. Mit 167 Billionen Rechenoperationen pro Sekunde (167 Teraflops) ist der neue Rechner bis zu 20.000 Mal schneller als ein guter handelsüblicher PC.

Der neue Supercomputer trägt den Namen "Jülicher Blue Gene" (kurz: "JUGENE") und hat seinen Platz neben seinen Brüdern JUMP und JUBL gefunden. Die drei Rechner ergänzen sich derart, dass für jede wissenschaftliche Simulationsaufgabe das passende Werkzeug zur Verfügung steht.

Der schnellste Rechner der Welt steht in Kalifornien und wird von der amerikanischen Regierung für militärische Zwecke genutzt. Mit dem US-Rechner werden Atombombensimulationen durchgeführt. Das könnte Jugene übrigens auch, wenn man die passende Software aufspielen würde. "JUGENE" dagegen dient ausschließlich zivilen Zwecken und soll den Weg zur Forschung der Zukunft weisen.

Wie falten sich Proteine im menschlichen Körper? Wie steigt Wasserdampf in die Stratosphäre? Wie formen sich Galaxien? Wie funktionieren Halbleiter? Wie verhalten sich Tragflächen von Flugzeugen? Antworten darauf könnte der derzeit schnellste zivile Computer der Welt liefern. Auf den Jülicher Supercomputern rechnen rund 200 europäische Forschergruppen. Der Energieverbrauch entspricht 6 ICE-Gespannen.

Mehr Informationen unter:   Forschungszentrum Jülich - ["JUGENE"]