Vatertag kommt aus Amerika

Vatertag kommt aus Amerika Ins Leben gerufen wurde der Vatertag von der Amerikanerin Louisa Dodd. Sie hielt ihren Vater, William Jackson Smart, für etwas Besonderes, da er im Bürgerkrieg von 1861 bis 1865 gekämpft und - nachdem seine Frau sehr früh starb - sechs Kinder alleine großgezogen hatte. Im Frühsommer 1910 gelang es ihr, neben den Mitgliedern ihrer Kirchengemeinde sowie weitere Einwohner dafür zu begeistern, einen Ehrentag für Väter abzuhalten.

Sie schlug als Datum damals den 5. Juni vor - den Geburtstag ihres Vaters. Da das Datum allerdings zu kurzfristig war, fand die Feier erst am 19. Juni 1910 statt. Unaufhörlich setzte sich Louisa Dodd und einige ihrer Helfer für die weitere Beibehaltung und Verbreitung dieses Tages ein. So feierten immer mehr Städte in den gesamten Vereinigten Staaten den Vatertag. Einige Bundesstaaten und Organisationen begannen damit, den Kongress zu bitten, bundesweit einen jährlichen Vatertag ins Leben zu rufen.

Im Jahr 1924 gab der damalige Präsident Calvin Coolidge eine Empfehlung zur Einführung eines gesonderten Feiertages an die Bundesstaaten der USA heraus. Die Akzeptanz der patriotisch veranlagten Amerikanern war so hoch, dass Präsident Nixon den Tag im Jahr 1974 endgültig zum offiziellen Feiertag erklärte. In den USA ist der Vatertag heute kein gesetzlicher Feiertag im Sinne von geschlossenen Läden oder eines arbeitsfreien Tages, sondern lediglich ein offizieller Ehrentag. Nach Deutschland schwappte er etwa Anfang der Dreißiger Jahre und wird nun zufällig an Christi Himmelfahrt zelebriert.