Kinderreport 2010

Kinderreport 2010 Wie gut sind die Kinderrechte in Deutschland verwirklicht? Wo werden Kinderrechte verletzt? Im ersten Kinder- und Jugendreport wird stehen, wie Kinder und Jugendliche die Dinge sehen. Drei Wege führen zur Erstellung des Kinder- und Jugendreports: Ein Fragebogen (bis 28. Februar 2010 online auszufüllen), bundesweite Arbeitstreffen in Berlin und Dokumentationen bereits abgeschlossener Projekte.

Eine Kinder- und Jugenddelegation soll nach Genf reisen und den Report vor dem UN-Ausschuss für die Rechte des Kindes vorstellen. Der Ausschuss kann den Report nutzen um Empfehlungen an die Bundesregierung auszusprechen.

Wenn du wissen möchtest, was aus deinen Antworten geworden ist, schau ins Internet. Auf der Homepage des Kinderreportes kannst du ab Mai 2010 den Kinder- und Jugendreport ansehen. Je mehr Kinder und Jugendliche sich beteiligen, desto informativer und repräsentativer ist der Kinder- und Jugendreport.

Mehr Informationen unter:   Kinderreport 2010 - [Online-Fragebogen]

Zusatzinformation: Die wichtigsten 10 Kinderrechte

1. KINDER UND JUGENDLICHE HABEN DAS RECHT AUF GLEICHE CHANCEN UND BEHANDLUNG
In der Familie, der Schule, im Jugendclub, auf der Straße. Kein Kind darf benachteiligt werden, weil es eine andere Meinung, Hautfarbe, Religion, ein Behinderung hat oder weil es ein Mädchen oder ein Junge ist.
2. KINDER UND JUGENDLICHE HABEN DAS RECHT GESUND AUFZUWACHSEN UND ALLES ZU BEKOMMEN, WAS SIE FÜR EINE GUTE ENTWICKLUNG BRAUCHEN
Also z. B. genügend Geld für gesundes Essen, eine ausreichend große Wohnung, Unternehmungen mit Familie und Freunden sowie eine gesunde Umwelt. Respekt und Ermunterung, Geborgenheit und freundliche Behandlung. Wenn sie krank sind, muss alles getan werden, damit sie wieder gesund werden können.
3. KINDER UND JUGENDLICHE HABEN DAS RECHT DAS ZU LERNEN, WAS SIE ZUM LEBEN BRAUCHEN
Jeder muss in die Schule gehen dürfen. Die Schule muss so sein, dass man gut lernen kann. Wichtige Dinge lernt man auch in Vereinen oder Projekten. Auch diese Möglichkeit soll allen offen stehen.
4. KINDER UND JUGENDLICHE HABEN DAS RECHT AUF ERHOLUNG, FREIZEIT UND RUHE
Kinder und Jugendliche haben das Recht zu spielen. Dazu brauchen sie eine Umgebung, in der das möglich ist ohne dass gleich jemand meckert oder sie verscheucht.
5. KINDER UND JUGENDLICHEN HABEN DAS RECHT AUF BEIDE ELTERN UND EIN SICHERES ZUHAUSE
Auch wenn die Eltern getrennt leben. Oder wenn Eltern und Kinder getrennt sind.
6. KINDER UND JUGENDLICHE HABEN DAS RECHT AUF EINE PRIVATSPHÄRE UND RESPEKT
Das Briefgeheimnis gilt auch für sie. Sie sollen die Möglichkeit haben, sich ungestört zurückziehen zu können.
7. KINDER MIT BEHINDERUNGEN HABEN DAS RECHT, GUT BETREUT UND GEFÖRDERT ZU WERDEN
Sie sollen so gut wie möglich aufwachsen und am ganz normalen Leben teilnehmen können.
8. KINDER UND JUGENDLICHE HABEN DAS RECHT, OHNE GEWALT AUFZUWACHSEN
Niemand darf sie körperlich oder seelisch verletzen und quälen. Niemand darf ein Kind sexuell belästigen.
9. KINDER UND JUGENDLICHE, DIE VOR KRIEG UND GEWALT IN ANDEREN LÄNDERN FLIEHEN MÜSSEN, HABEN DAS RECHT AUF GANZ BESONDEREN SCHUTZ
Alle Länder sind dafür mitverantwortlich.
10. KINDER UND JUGENDLICHE HABEN DAS RECHT, IHRE MEINUNG ZU SAGEN
Sie müssen gefragt werden, wenn es um Dinge geht, die sie betreffen. Sie müssen sich die nötigen Informationen beschaffen können um sich eine eigene Meinung zu bilden. Dazu müssen Erwachsene sich so ausdrücken, dass Kinder sie auch verstehen können. Ihre Meinung muss nicht nur gehört, sondern auch berücksichtigt werden, echte Mitbestimmung ist also gefordert.