"Sie kommen aus Australien"

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Die Hochkultur der Aborigines

Leider werden bei uns Hochkulturen meist mit hohem technischen Wissensstand gleichgesetzt - doch die Aborigines entwickelten so gut wie keine Technik und nutzten nur einfache Werkzeuge aus Holz und Stein. Wozu auch? Sie hatten keine wirklichen Feinde außer sich selbst, denn in Australien gibt es keine einheimischen Raubtiere (von Alligatoren und Haien einmal abgesehen, denen man ja aber aus dem Weg gehen kann).

Es verwundert auch nicht, dass daher die Aborigines beispielsweise kein Metall kannten. Die einzigen Materialien die sie benutzten waren Holz und Stein. Und gegen den Feind "Aborigines" halfen zwei Dinge: zum einen die unendliche Weite des Landes - nach heutigen Schätzungen lebten ursprünglich in ganz Australien nur etwa 300.000 Aborigines - und zum anderen ihre Intelligenz und damit ihre Gesetze.

Nun ja, es gab natürlich schon auch kriegerische Auseinandersetzungen, so vertrieben z.B. die großgewachsenen Aborigines aus dem Zentrum die Insulaner an der Küste des Northern Territory. Auf diese Weise schafften sie es, ungestört 20.000 Jahre friedlich in Australien zu leben - manche Wissenschaftler behaupten sogar bis zu 40.000 Jahre. Und das ganze im Einklang mit der Natur - sprich: ohne gravierende Schäden zu hinterlassen oder gar das Klima zu verändern.

Sie lebten im Einklang mit der Natur und sorgten sich um sie: so legten sie immer im Frühjahr und Herbst beispielsweise kleine Steppenfeuer. Da diese immer nur auf sehr kleine Gebiete begrenzt waren, führte dies dazu, dass natürlich entstehende Brände keine verheerende Wirkung hatten, da sie einfach nicht genügend Grundlage fanden.

Wie verheerend es sein kann, den Aborigines solche Traditionen abzugewöhnen, zeigte sich beispielsweise vor ca. 10 Jahren, als ein Großteil des "Uluru"-Nationalparkes einem Steppenfeuer zum Opfer fiel - und alles nur, weil der "Weiße Mann" meinte, er wisse mal wieder alles viel besser.