Weltaidstag 2007

Der Weltaidstag am 01. Dezember 2007 war Anlass für die achten bis zehnten Klassen am 29.11.2007 einen fächerübergreifenden Projekttag zum Thema Aids durchzuführen. Unterstützung erfuhren die Schüler durch das Gesundheitsamt, UNICEF und ihre betreuenden Lehrer. Im Eingangsbereich der Schule konnte man sich an Informationsständen der UNICEF und des Gesundheitsamtes informieren, die Spendendosen füllen und die in den Klassen gebundenen Aidsschleifen erwerben. Ein von der Theatergruppe gedrehter Werbespot zum Thema Aids lief im Schuleingangsbereich in Schleife und wurde von Schülern gut angenommen.

Die Schüler der Klassenstufe 8 entwarfen Piktogramme zu möglichen Übertragungswegen des HI-Virus. Ein Kuchenbasar brachte Spendengelder von gut 50 € für UNICEF. Dieses Geld geht an ein Projekt zur Unterstützung HIV-infizierter Kinder in Sambia. Die neunten Klassen entwarfen und erarbeiteten im Kunstunterricht Plakate zum Thema. Zwölf Plakate entstanden in Gruppenarbeit. Diese wurden im Schulhaus ausgehangen und der Sieger wurde per Abstimmung gewählt.


Plakat Nummer 10 siegte vor Plakat 1 und Plakat 6. Herzlichen Glückwunsch an die Gewinner. Die zehnten Klassen lasen Texte über Aids und Aids-Infizierte, diskutierten, entwarfen Informationstafeln und schrieben persönliche Gedanken zum Thema "Aids-infiziert" und "Aids - Sterben und Tod" nieder. Alle Ergebnisse des Projekttages sind auf den Aufstellern im unteren Gang der Schule zu sehen. Ausgewählte Schüler der achten und zehnten Klassen waren mit zwei Spendendosen im Stadtgebiet unterwegs und übergaben diese gefüllt mit 231 € an UNICEF.

Höhepunkt des Projektes war die Vorführung des mit dem deutschen Filmpreis ausgezeichneten Filmes mit dem etwas gewöhnungsbedürftigen Titel "Fickende Fische". Leider ließ die einfallende Sonne in der Aula das Bild verblassen, so dass einige Zuschauer zu Zuhörern wurden. Hier kurz die Handlung: Zweimal treffen die beiden Jugendlichen Nina und Jan aufeinander. Beim ersten Treffen wird er verletzt und vom Notarzt abgeholt. Doch Jan macht sich große Sorgen um Nina, denn er ist, nach einer Bluttransfusion mit verunreinigtem Blut, HIV-positiv.

Während sie in einer desolaten Familie lebt, wird Jan von seinen eher konservativen Eltern nahezu in Watte gepackt. Beide suchen den Ausbruch aus dem Leben und nach ihrer ersten Begegnung glaubt jeder, den dazu passenden Partner gefunden zu haben.

Durch Zufall treffen sich beide kurz darauf ein zweites Mal, und es entwickelt sich erst zögerlich und dann sprunghaft die Liebe zwischen den beiden. Zusammen können sie aus der Realität ausbrechen, aber Jan traut sich nicht, seine Krankheit mit ihr zu thematisieren. Kurz bevor es zum ersten Geschlechtsverkehr kommt, macht Jan aus Angst, sie zu infizieren, einen Rückzieher. Da Nina glaubt, er liebe sie nicht und weil Jan recht harsch reagiert, verlieren sich beide zunächst aus den Augen.

Doch Jan kann Nina nicht vergessen, sie finden sich wieder und nach einer Schlägerei mit einem anzüglichen Verehrer Ninas erfährt sie schließlich doch von seiner Krankheit. Nina ist schockiert. Kurz darauf erfährt Nina, dass es einen Todesfall in Jans Familie gab. Im Glauben, er selbst sei verstorben, sucht sie das Krematorium auf. Dort treffen sie sich wieder. Ihnen ist klar, dass sie sich lieben und zusammenbleiben wollen, auch wenn es so unmöglich scheint.

Zusammen mit der Asche des verstorbenen Großvaters brechen sie mit einem Auto zu ihrer letzten Reise auf. Im Wissen, dass sie in ihrer Umgebung nicht auf Verständnis für ihre Lebensweise stoßen können, stürzen sie sich mit dem Auto von einer Brücke in einen Fluss. Für das Gelingen des Projekttages bedanken wir uns bei allen beteiligten Schülern und Lehrern, den vielen freiwilligen Helfern und der Koordinatorin Frau Gerlach vom Gesundheitsamt.