In Gera soll eine christliche Schule entstehen
Mittwoch, 17. August 2011
Es mutet zunächst etwas seltsam an. Normalerweise werden in Gera Schulen geschlossen oder sind in einem etwas armseligen Zustand, weil das Geld der Stadt nicht reicht, um sie zu sanieren und entsprechend auszustatten - ist ja eigentlich auch etwas abenteuerlich von der Politik, dem ärmsten in der Reihe von Bund, Ländern und Kommunen die Schulträgerschaft zu übergeben und zahlen zu lassen.
Nun soll also eine neue Schule entstehen, die nach den Vorstellungen der Gründer bis zu 1000 Schüler einmal aufnehmen soll. (Woher sollen die eigentlich kommen? Für die Stadt wäre dies wohl nicht schlecht, die Sanierung der noch anstehenden Schulen könnte man abblasen, weil kein Bedarf mehr besteht.)
Aber die Gründermütter und -väter werden dies sicher im Vorfeld genauestens studiert haben, denn sie haben nicht vor Luftschlösser zu bauen und mit dem ehemaligen Schulamtsleiter des Schulamtes Gera / Schmölln einen erfahrenden und wissenden Förderer gefunden.
Nach Informationen der Ostthüringer Zeitung soll die christliche Schule eine Gemeinschaftsschule werden, die dann später auch zum Abitur führen soll, aufbauend auf den Thüringer Lehrplänen, so dass die Abschlüsse staatlich anerkannt sind. Christliche Schule bedeutet das besondere Hochhalten christlicher Werte, bedeutet aber auch, dass es sich um eine private Schule handelt, bei der Schulgeld bezahlt werden muss. Dies will man aber über eine Stiftung realisieren.
Da Konkurrenz das Geschäft belebt, kann man nur abwarten, was aus dieser Idee wird und wie sie vielleicht auf die staatlichen Schulen in Gera wirkt.
Mehr Informationen unter: Förderverein Christliche Schule Gera e.V.




