Exkursion zum Ostfriedhof Gera

Am Freitag, dem 18.10.2013, waren die 10. Klassen der Staatlichen Regelschule 12 passend zum Thema des Ethikunterrichts "Altern, Sterben, Tod" zu Besuch beim Ostfriedhof Gera. Der Bestattungsunternehmer, Herr Göbel, führte uns den ganzen Tag über das Gelände. Das ca. 9 ha große Gelände gibt es seit 1900. Darin enthalten sind eine Kapelle und das Krematorium. Seit 2000 gibt es ein neues Hauptgebäude mit Verabschiedungsstätten, eine davon ist eine riesige Halle zur Verabschiedung der Verstorbenen bei einer Trauerfeier.

Der Architekt gestaltete einen Weg des Lebens, der die Entwicklung von Geburt bis zum Tod darstellt. Auf diesem Weg liegt das Band des Lebens aus Metall, das ebenso um ein großes hölzernes Kreuz auf der rechten Seite der Halle führt. Hinter der Urne oder dem Sarg befindet sich eine hohe Mauer bzw. Wand. Dort sind Platten angeordnet, die nach oben hin immer mehr aus Glas bestehen.

Auf dem Ostfriedhof gibt es Urnengräber. Diese sind mit Steintafeln und Namen der Verstorbenen versehen. Diese Urnenanlagen bleiben 15 Jahre bestehen. Bei dieser Variante dürfen allerdings nur kleinere Blumengestecke niedergelegt werden. Ein anderes Urnenbegräbnis wäre die Urnengemeinschaftsanlage, bei der mehrere Urnen in ein Erdviereck vergraben werden und die Hinterbliebenen können rings um diese Anlage Andenken, Blumen oder auch Kerzen legen.

Diese Variante ist in der Stadt Gera sehr beliebt. Dann gibt es natürlich die normalen Sarggräber, die je nach Nationalität gestaltet werden können. Bei der Art des Begräbnisses muss man sich allerdings an die Regeln des Freistaates Thüringen halten. Diese schreiben zum Beispiel vor, dass Erdbestattungsgräber mindestens für 20 Jahre gekauft werden müssen - danach kann man sie verlängern lassen.

Zusätzlich gibt es noch die Familiengräber, in denen gleich mehrere Generationen der Familie in einer Grabstätte liegen. Früher haben das meist die reichen Familien gemacht, um ihren Stand zu repräsentieren. Heutzutage wird es eher selten genutzt. Auch befinden sich Gräber der Kriegsgefallenen auf diesem Friedhof.

Wenn man durch das Tor des Ostfriedhofes kommt, gelangt man zuerst zu dem älteren Gebäude zur Verabschiedung. Von dort aus konnten die Särge gleich zum Krematorium gebracht werden - durch eine unterirdische Fahrstuhlfunktion. Dieses Gebäude ist nun ungenutzt - dort drin befindet sich nun die Gruft einer Familie, die man in der Nähe des Goethe-Gymnasiums fand. Diese darf jedoch leider nicht besucht werden.

Alles in allem war die Exkursion sehr lehrreich und interessant, die Schüler haben viel Neues über die Bestattung gelernt und es gelingt uns nun besser, mit Fragen zu "Altern, Sterben, Tod" umzugehen.

Als Abschluss zu dieser Thematik werden wir auch noch das moderne Krematorium in Ronneburg besichtigen dürfen. Ganz herzlich bedanken wir uns bei Herrn Göbel, der uns all diese Möglichkeiten eröffnet hat und uns auch in einer Unterrichtsstunde viel Wissenswwertes über die Bestattungskulturen beibrachte.

Autoren:   Jessica und Sophie (Klasse 10c)