Unser Partnerbetrieb auf Erfolgskurs

Dr. Horst Schuster zeigt mit dem Daumen nach oben. "Bei uns geht es stetig aufwärts", sagte der Leiter Technik im Geraer Werk der Kaeser Kompressoren GmbH gestern beim Firmenbesuch des Oberbürgermeisters Norbert Vornehm (SPD). Und Dr. Schuster versichert: "Die Branche ist krisensicher." Von Konjunkturschwankungen anderswo im Metallbereich bleibe die Produktion unberührt. Die Nachfrage wachse ständig.

Seit 1991 gehört die 1877 gegründete Kompressorenfabrik Gera zur Kaeser Kompressoren GmbH mit Stammsitz in Coburg und damit zu einem führenden, weltweit aktiven deutschen Hersteller von Kompressoren und Druckluft-Systemen mit mehr als 3000 Beschäftigten.

In Gera werden mit 306 Mitarbeitern, davon 59 Auszubildenden, vor allem Drehkolbengebläse und Druckluft-Kältetrockner hergestellt. Die Auftragslage sei so gut, dass gegenwärtig auch mit Leiharbeitern gearbeitet werde. Der Grundstein für den Erfolg unter dem Dach von Kaeser sei mit der umfassenden Modernisierung des Werkes und der kompletten Neuausrichtung seit 1991 gelegt worden. Jährlich bringe das für Qualitätsmanagement und Umweltmanagement zertifizierte Werk in Gera mehrere innovative Produkte auf den Markt, darunter im Vorjahr Gebläse für den Einsatz in der Fischzucht und Energiespar-Kältetrockner für Druckluftanlagen.

Gearbeitet werde mit modernster Informations- und Produktionstechnik sowie neuen Formen der Arbeitsorganisation und Logistik. Für dieses Jahr seien weitere Investitionen geplant. So sollen neue Werkzeugmaschinen und neue lagertechnische Einrichtungen beschafft werden. Darüber hinaus sei die Neueinstellung von 20 Auszubildenden geplant. Außerdem bildet Kaeser derzeit drei Studenten der Berufsakademie studienbegleitend aus, um diese später als hochqualifizierte Fachkräfte einsetzen zu können. Zur Nachwuchsförderung trage auch die Lernpatenschaft mit der 12. Regelschule Gera bei.

Größte Sorge bereiten dem Kaeser Kompressoren Werk in Gera derzeit die Zulieferer. "Unser Bedarf ist so groß geworden, sie kommen nicht mehr nach", sagt Dr. Schuster. In der Region Gera seien bisher aber keine Unternehmen zu finden, die Aufträge von Kaeser entgegen nehmen könnten.

Es müssten ja keine Großbetriebe sein, verweist Dr. Schuster auf einen Partner im Schwarzwald: ein mittelständisches Unternehmen, das mit Kaeser allmählich gewachsen sei. OB Vornehm sagte zu, dass die Wirtschaftsförderung der Stadt helfen werde, ein Netzwerk von Zulieferern für das wachsende Werk in Gera mit zu entwickeln.

Quelle:   Artikel der Ostthüringer Zeitung (OTZ) vom 24.02.2007