Fit für die Ausbildung

In einem Schulversuch, der schon im November 2006 zwischen der Staatlichen Regelschule 12 und dem Bildungs- und Dienstleistungs-Institut Gera GmbH, begann, wurde in der Klassenstufen 9 jeden Freitag fünf Stunden das Lernen in der Praxis angeboten.

Der theoretisch vermittelte Lehrplanstoff wird in den Werkstatträumen des B.D.I. praktisch angewandt, vertieft und mit wirtschaftlichen Aspekten verknüpft. In diesem Schulversuch ging es um die Prüfungsvorbereitung im Fachgebiet Elektrotechnik der Klassenstufe 9 Hauptschule.

Das Projekt wurde von den Jugendlichen so gut angenommen, dass es seit September 2007 konstanter Bestandteil der 9. Hauptschulklasse ist. Die Schüler erhalten mit dem handlungsorientierten Lernansatz ein tieferes Verständnis für den theoretischen Unterrichtsstoff. Sie nehmen interessiert am Unterricht teil und arbeiten motiviert an der praktischen Umsetzung des theoretischen Wissens.

Besonders die Verknüpfung zur Wirtschaft treibt sie an, aktiv mitzuwirken. Sie erkennen, dass das heute Gelernte den Grundstock für ihre Zukunft bildet. Auch leistungsschwächere Jugendliche beteiligen sich mit eigenen Ideen und Lösungsvorschlägen am Unterricht. Die Jugendlichen gewinnen mit der praktischen Anwendung Zugang zum theoretischen Unterrichtsstoff und finden über Erfolgserlebnisse wieder Lust am Lernen.

In der Praxis können Inhalte des Faches Natur und Technik umgesetzt werden, wie z. B. Bauwerkstatt (Baustoffe und Umwelt), Elektrowerkstatt (Energieversorgung), Holzwerkstatt (Produkt herstellen und bewerten), Kaufmännische Übungsfirma (Betriebliches Rechnungswesen) usw.

Die Begleitlehrer der 12. Regelschule, Hendrik Hartmann und Ronald Steube, sowie die Projektentwicklerin und -verantwortliche des B.D.I., Frau Heike Kunz, verfolgen mit jedem Einsatz, wie gut die Jugendlichen das wirtschaftsnahe Lernen annehmen.

Autor:   Herr Hartmann