Schulung der Beratungslehrer

Schulung der Beratungslehrer In Thüringen sind innerhalb des Gemeinschaftsprojekts zum Kinderschutz bisher 700 Beratungslehrer geschult worden. Ziel ist es, bis Ende 2011 weitere 500 Lehrer zu schulen, damit sie mögliche Vernachlässigung, Misshandlung oder sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen erkennen und reagieren können. Auftakt für das Projekt in Zusammenarbeit mit dem Bildungsministerium war in Erfurt und Greiz.

Bereits in zehn weiteren Orten fanden Fortbildungen statt. Im April würde es in Rudolstadt, Neuhaus am Rennweg und Schmalkalden fortgesetzt. Unterdessen wies der Journalist und Historiker Peter Schubert aus Neunhofen bei Neustadt daraufhin, dass die Aufarbeitung von Missbrauch und Misshandlungen in DDR-Kinderheimen und DDR-Jugendwerkhöfen noch am Anfang stehe.

Auch über die Erziehungsanstalten selbst sei bisher wenig bekannt. Schubert befragte für eine Studie für die Universität Potsdam ehemalige Erzieher und Insassen auch zum Alltag in den Jugendwerkhöfen in Hummelshain und Wolfersdorf. Wie bei den Fällen in westdeutschen Kinderheimen sei ein Runder Tisch ein geeigneter Weg, um zu differenzierten Ergebnissen zu gelangen, so Schubert im OTZ-Interview.

Quelle:   Artikel der Ostthüringer Zeitung (OTZ) vom 06.04.2010