Tag der Schulen im Panzerbataillon Gera

Tag der Schulen im Panzerbataillon Gera Nicht viel größer als zwei Schuhkartons ist das Fach für persönliche Sachen eines Soldaten. Die Hauptfächer im Spint sind für die Dienstausrüstung, erläuterte Versorgungsunteroffizier D. Schlegel gestern Schülern in einer der Musterstuben in der Pionierkaserne auf dem Hain in Gera. Schülern der 12. Geraer Regelschule zeigte er zudem den nützlichen A4-Trick, mit dem Shirts und Hemden ganz akkurat gefaltet und gestapelt werden können.

1000 Schüler aus 8. und 9. Klassen von Regelschulen und Gymnasien aus Thüringen und Sachsen waren gestern der Einladung des Geraer Panzerpionierbataillons 701 zu einem Tag der Schulen in der Kaserne gefolgt. "Wir können alles außer fliegen", lautet das scherzhafte Leitmotto des Kommandeurs Oberstleutnant Kurt Dannenberg.

Vor allem sei es Aufgabe der Pioniersoldaten,Vorarbeit zu leisten. Das demonstrierte auf dem Appellplatz der riesige Technik-Park. "Ganz cool", meinte Lisa Marie über den Biber. Auch der 17-jährige Arthur aus Kassel, der als Gewinner eines Bundeswehr-Preisausschreibens eine Schnupperwoche in der Kaserne erlebt, war beeindruckt. Während er den Panzer erklomm, um mit dem Pioniersoldaten Brücken zu legen, klettern andere Jungen und auch Mädchen in den Dachs, den Panzer mit der langen Baggerschaufel für Bauarbeiten.

André schwang sich auf den Führerstand eines Schwenkladers. "Ich will Baggerfahrer werden. Bei der Bundeswehr? Vielleicht", sagte der 15-Jährige aus Oppurg. Im Kinosaal der Kaserne referierte Sebastian Brunner über die Sicherheitspolitik. "Wir wollen den Jugendlichen ein realistisches Bild über die Aufgaben der Bundeswehr vermitteln", sagte der Jugendoffizier. Die Konfliktherde seien weit weg, aber was bedeuten sie für Deutschland und für den deutschen Steuerzahler? Die Meinung dazu sollten sich die Schüler gestern selbst bilden. Sanitätsstation, Biwak, Heeresinstandsetzungslogistik und Kletterwald waren weitere Station, an denen die Schüler die Arbeit in der Armee kennen lernen konnten.

1000 Soldaten und zivile Angestellte arbeiten in der Kaserne in Gera. Neben Einsätzen in Krisengebieten sei "die Truppe ein zuverlässiger Partner bei Projekten in der Region", sagte Thüringens Sozialministerin Heike Taubert (SPD) gestern am Morgen in der Kaserne. Deshalb habe sie gern die Schirmherrschaft für den Tag der Schulen übernommen.

Quelle:   Artikel der Ostthüringer Zeitung (OTZ) vom 17.06.2011