Fernsehen

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1884: Die Anfänges des Fernsehens

Die Fernsehgeschichte beginnt mit der Erfindung eines mechanischen Bildzeilenzerlegers, dem "elektrischen Teleskop" des Studenten Paul Nipkow. Die Grundlage dazu bildete eine Scheibe zur Bildabtastung, die mit spiralförmig angeordneten quadratischen Löchern versehen war.

Die rotierende Nipkow-Scheibe, die an dem zu übertragenden Bild zeilenweise vorüberwanderte zerlegte dieses in eine Folge von Hell-Dunkel-Signale. Der 75-jährige Paul Nipkow wurde 1935 zum Ehrenpräsidenten der "Fernseharbeitsgemeinschaft" bei der Reichsrundfunkkammer ernannt. Am 22. Mai 1935 erhielt der erste deutsche Fernsehsender den Sendernamen Paul Nipkow. Es war zugleich der Tag der Eröffnung und die ersten Gehversuche eines regulären Fernsehprogramms.

1897: Frühe Entwicklung der Fernsehbildröhre

Braunsche Röhre Zu den Fernsehpionieren zählt auch der Physiker Karl Ferdinand Braun. Die nach seinem Namen benannte "Braunsche Röhre" ist seit 1897 das "Kernstück aller Kathodenstrahl-Oszillographen, Fernseh- und Radargeräte". So erfindet er weit vor seiner Anwendung den später wichtigsten Baustein des TV-Apparates. Das Entstehen des Fernsehens muss im Zusammenhang mit der Entwicklung des Hörfunks verstanden werden.

Braun leistet für die Rundfunkgeschichte insgesamt bedeutende Pionierarbeit. Seine Entwicklungen des "gekoppelten, aus zwei Schwingkreisen bestehenden Senders" (1898), den "Kristalldetektorempfänger" und die "Rahmenantenne" (1913) ermöglichen die Bestimmung der Ausbreitungsrichtung elektromagnetischer Wellen und sind entscheidende Schritte zum weltweiten Funkverkehr.

All diese Erfindungen vermag Braun mit Hilfe einiger Gesellschaften, die 1903 in der Firma "Telefunken" aufgehen, technisch zu nutzen. Für seine Verdienste um die "drahtlose Telegraphie" erhält er zusammen mit dem Italiener Guglielmo Marconi 1909 den Nobelpreis für Physik.