Hin & Weg - sehen
Donnerstag, 19. November 2009
"Hin & Weg - sehen" heißt ein Theaterstück für Zivilcourage und gegen rechte Gewalt von Beate Albrecht. Hin und Weg ist keine lahme Theateraufführung, wie wir alle vorher dachten. Nein, im Gegenteil. Hin und Weg ist ein zum Nachdenken anregendes Stück, welches in unserer Zeit spielt.
Dieses Stück wurde von drei Schauspielern fesselnd vorgetragen. In dem Theaterstück dreht es sich um die rechtsextreme Juli, die eine Gruppe von "Kameraden" anführt, sowie um ihre Schwester Vera, die nach fünf Jahren nach Hause zurückkehrt und um Julis Exfreund Sam, dessen Eltern keine Deutschen sind.
Nach telefonischer Anmeldung wird Vera nicht von ihrer Schwester erwartet. Es ist niemand zu Hause, der Kühlschrank ist leer, die Wohnung ist nicht aufgeräumt. Vera ist gefrustet. Sie muss erst einkaufen. In dieser Zeit treffen Juli und Sam in der Wohnung ein. Sie stritten sich um ihre Gangs. Sam, ein ehemaliger Schulfreund von Juli führt eine Gruppe Punks an. Nach anfänglichen verbalen Attacken kam es zu einem leichten Handgemenge, dann entspannte sich die Lage wieder.
Juli versuchte ihre Kameraden per Laptop auf Sams Punks los zu lassen. Sie sollten die Punks platt machen und aus der Stadt vertreiben. Sam verhinderte dies indem er die Verbindung zum Computer unterbrach. Danach stellte er sie zur Rede. Der Streit flammte erneut auf. Als sie sich wieder einigermaßen abreagiert hatten, erschien Vera in der Wohnung. Sam verließ die Wohnung um seine Punks vor dem bevorstehenden Angriff der Nazis zu warnen. Zur selben Zeit begann ein Streit zwischen Juli und Vera.
In diesem Streit ging es um den Mann von Vera, der aus Afrika kam. Juli lehnte alles was anders ist einfach ab. Vera versuchte erfolglos das Gute in Juli heraus zulocken. Vera versuchte sie wieder auf den rechten Weg zubringen. Doch das gelang ihr nicht, denn Juli gab nicht auf. Als sich der Streit gelegt hatte, sagte Juli zu Vera, dass sie der Meinung ist, hart genug als Rechte zu seien, wie sie es ihren Opa versprochen hatte. Nach dieser Aussage wurde es ganz ruhig zwischen Juli und Vera.
Diese Ruhe wurde durch den herein platzenden Sam gestört. Dieser war verletzt. Er hatte eine Platzwunde an der Stirn. Sam wurde von einem Stein der Rechten getroffen, die die Punks angriffen. Vera griff zum Telefon, rannte aus der Wohnung und wollte die Polizei rufen. Sam wollte mit Juli über den Angriff der Nazis sprechen, doch Juli blockte ab. Daraufhin wollte Sam Juli als Geisel nehmen. Juli ergriff eine Pistole und drohte Sam, ihn zu erschießen. Das konnte sie aber nicht, denn in diesem Augenblick war ihr klar, was sie falsch gemacht hatte.
Sie zeigte Reue. Sie forderte Sam auf ihr die Waffe weg zu nehmen, doch das tat er nicht. Er umarmte sie lieber, dabei löste sich ein Schuss und Sam starb in Julis Armen.
Mir hat das Theaterstück persönlich sehr gut gefallen. Vor allem war es bemerkenswert, dass dieses Stück von nur drei Schauspielern so spannend und mitreißend umgesetzt wurde. Aber ich nehme auch aus der Vorführung heraus, dass die heutige Welt gefährlich und brutal sein kann und dass ich mich in so etwas nicht einmischen werde.
Es hat mich sehr zum Nachdenken angeregt. Man sollte Neuem und Fremden offen entgegen treten, mal über alles gründlich nachdenken, bevor man etwas ablehnt. Man soll Personen nicht nach Hautfarbe oder Aussehen beurteilen, sondern erst einmal die Person als Mensch sehen.
Autor: Kay F. (Klasse 9a)




