Schulfasching 2010


Es war einmal vor langer Zeit. Da mussten die Menschen, weil sie gläubige Christen waren, einmal im Jahr rund 7 Wochen vor Ostern innehalten mit Völlerei und Trinkerei und fasten. Ihr Körper sollte gereinigt werden, sich ein wenig erholen, frei werden. Das sollte auch der gläubigen Seele helfen, sich von Sünden zu befreien. Doch so sehr die Menschen dies auch wollten, wollten sie nicht ganz verzichten und so ersannen sie ein Fest, das ihnen noch einmal so kurz vor der Fastenzeit erlaubte richtig zuzulangen und reinzustopfen was reinzustopfen ging.


Der Karneval oder Fasching war entstanden. Daran denkt heute beim Fasching wohl kaum einer noch, aber gefeiert wird trotzdem. Mal mit Umzügen, mal mit vielen Büttenreden und Funkenmariechen, mal einfach ausgelassen mit Spaß und Freude. Freude auch am Verkleiden - in eine andere Person schlüpfen oder die eigene einfach verstecken.

Fasching ist zumindest in unseren Regionen einfach nur einmal Spaß haben an Verkleidung, verrückten Spielen, Pfannkuchen und Limonade. Die Roster darf in Thüringen an so einem Tag natürlich auch nicht fehlen.

Deshalb war uns heute die Schule "Total egal!" und wir feierten Fasching. Ganz ausgelassen ging es an den vielen Stationen zu, die in einzelnen Räumen, auf den Fluren oder bei der Eröffnung auf dem Schulhof aufgebaut worden waren. Dies waren in der Turnhalle verschiedene Sportspiele (u.a. Torwandschießen und Teppichflickenrennen) und ein Tanzworkshop mit Herrn André Frank von der Tanzschule Schulze Gera, der kostenlos und ganz freiwillig begeisterten Schülern Tanzschritte beibrachte. Vielen Dank dafür.

Zur Stärkung gab es Pfannkuchen und Roster. Wer nach dem Tanzkurs noch nicht genug hatte konnte in der Aula bei Discomusik sich abkämpfen oder auf dem Flur einen Zeitungs-, Stuhl-, Limbo- oder Luftballontanz folgen lassen.

Wer es ein wenig ruhiger haben oder einfach nur Pause machen wollte, konnte Masken basteln, sich bei der Foto-AG vor die Kamera stellen, um ein Faschings- oder Hochzeitsbild zu erhaschen, sollte sich jedoch vorher im Standesamt trauen lassen und eine riesige Torte aus Toilettenpapierrollen "anschneiden".

Nach der "Erholung" konnte es weiter gehen, z.B. bei der Blödelolympiade. Den ersten Wettbewerb, das Zuckerschlangenwettessen (ca. 50 cm), gewann Julien H. aus der 6b mit 3,9 sec. vor Julien St. (6b) mit 4,4 sec. und Christian J. (9a). Der nächste Wettbewerb wurde getrennt für Mädchen und Jungen ausgetragen: Teebeutel-Weitwurf. Bei den Jungen siegte "Fußball-Robert" (6b) mit 8,85 m vor Julien H. (FC 03) mit 8,60 m und Erik R. mit 8,40m. Bei den Mädchen sah dies natürlich viel eleganter aus. Allerdings konnten die Weiten der Jungen nicht erreicht werden. Es siegte Prinzessin Paradise mit 8,10m vor Julia "keine Ahnung" W. mit 7,90m und Bianca "Rüschenkleid" E. mit 5,96m. Für die erotischste Wurftechnik gab es einen Ehrenpreis an Nicole H. (5,80m).

Spaß und etwas für den Magen konnte man auch beim "Schaumküssewettessen" haben. Tobias aus der Klasse 9 schaffte 4 in 48 sec. Mein Magen hätte das nicht vertragen. Weiter ging es mit Eierbowling (mit einem Flummi-Ei waren Seltersflaschen umzuwerfen) - Sieger Alex W. aus der 7a - und Büchsenwerfen - Sieger Patrick aus der 7a. Es gab auch Bowling mit der Wii oder für die Stimmgewaltigen das Karaokesingen. Lieblingslieder waren da der "Holzmichel", "Moskau", "99 Luftballons" und "Lady Marmelade".

Zu jedem Faschingsfest gehört natürlich die Wahl des besten Kostüms. Hatten zunächst die einzelnen Klassen ihre Sieger gekürt, folgte dann die Wahl des "Schulkostüms" für den Tag. Jonas aus der Klasse 5 siegte als "Johanna" in Klassenstufe 5 bis 7 und Maxi R. aus der 9b für die Klassenstufe 8 bis 10. Als Preis gab es eine Bananenpflanze. In 10 Jahren kann man daraus bei guter Pflege sicher einen wunderschönen Rock machen.

Fast zum Schluss noch etwas Spezielles. Der Leser wird nun aufgefordert, folgenden Satz laut vorzulesen und mehrere Male zu wiederholen: "Gudruns Truthuhn tut gut ruhn. Gut ruhn tut Gudruns Truthuhn." (Zählen Sie ruhig die Fehler mit!)

So war uns die Schule zwar heute "Total egal!", aber der Spaß zeigte sich in den meisten Gesichtern und selbst die Faschingsmuffel konnten sich an der einen oder anderen Stelle begeistert zeigen. Unser Dank gilt den Organisatoren, insbesondere den Schülerschulsprechern, den Klassen und Klassenleitern und allen weiteren Helfern.