Eigenverantwortliche Schule

Bisheriger Verlauf

29.08.2011 Die Fortsetzung der Arbeit mit dem Methodenhefter bis zur Klassenstufe 10 wird schrittweise umgesetzt.
29.06.2011 Mit dem Schulamt Gera/Schmölln wurde die Umsetzung der Zielvereinbarung besprochen. Mit der Einführung des Methodenhefters in Klassenstufe 5/6 wurde das Ziel erreicht.
08.02.2010 2. Halbjahr: Einführung von 5 Methoden in Klassnstufe 5/6 für den Methodenhefter.
14.12.2009 Die Arbeitsgruppen geben ihre Zuarbeiten bei der Steuergruppe ab.
05.08.2009 Es findet eine Fortbildung zum Thema Methoden für das Kollegium statt.
19.03.2009 Mit dem Schulamt Gera/Schmölln wird die Zielvereinbarung abgeschlossen.
24.02.2009 Steuergruppe und Schulamt treffen sich das erste Mal.
15.04.2008 Die Schule wird von Experten besucht.
01.10.2007 Die Schulkonferenz beschließt die Teilnahme am Projekt.

"Eigenverantwortliche Schule" - Was ist das eigentlich?

Bisher wurden die Schulen durch zahlreiche Vorgaben bis ins Detail gesteuert. Richtlinien, Verordnungen und Erlasse sollten die Qualität der schulischen Arbeit sichern. Welche Ergebnisse die schulischen Bemühungen hatten, wusste niemand so genau. Die PISA-Ergebnisse gaben einen Anstoß dafür, in der Schule etwas zu verändern.

Eigenverantwortliche Schule Das Entwicklungsvorhaben "Eigenverantwortliche Schule in Thüringen" beschreibt eine Entwicklungsstrategie für alle Thüringer Schulen. Ziel ist die Stärkung der Gestaltungsverantwortung der Einzelschule. Um eröffnete Gestaltungsmöglichkeiten verantwortlich wahrzunehmen, müssen Schulen ihre Ziele klären, entsprechende Maßnahmen planen und umsetzen und ihre Arbeit evaluieren.

Sie müssen über ein professionelles Qualitätsmanagementsystem verfügen. Dazu bedarf es eines Unterstützungssystems, das flexibel auf die Nachfragen der Schule reagiert. Für die Staatlichen Schulämter, die den Titel "Qualitätsagentur" erhielten, heißt das ihr Rollenverständnis neu zu definieren.

Schulen sollen durch eine externe Evaluation, die auf der Grundlage einer standardisierten Selbstbewertung basiert und von einem Expertenteam durchgeführt wird, Empfehlungen für ihre Weiterentwicklung erhalten. Nachdem die Schulen einen Zielklärungsprozess durchlaufen haben, werden mit Vertretern der Staatlichen Schulämter Zielvereinbarungen abgeschlossen.

Zur Zielerreichung können die Schulen aus dem regionalen oder dem zentralen Unterstützungssystem dem Bedarf entsprechende Hilfe erhalten. Nach einem Zeitraum von ca. vier Jahren erfolgt ein erneuter Schulbesuch durch ein Expertenteam, in dem die Überprüfung der Zielerreichung im Mittelpunkt steht.

Wenn die Eigenverantwortung der Schule sich auf Kontrolle von außen beschränkt, wird die Schule wohl auf der Stelle treten. Erst wenn die Schulen sich selbst für ihre Ergebnisse interessieren und Verantwortung für die Qualität ihrer Arbeit übernehmen, wird es Entwicklung geben. In der Schule der DDR gab bereits Vergleichsarbeiten, Methodenblätter für Lehrer und Schüler und Kriterien für den Unterricht.

Nicht alle Fragen werden damit beantwortet sein. Allen Beteiligten muss klar sein, dass wir uns in einen Entwicklungsprozess begeben. Nicht alle Fragen können am Anfang geklärt sein, es werden neue im Prozess auftreten. Es ist deshalb von besonderer Bedeutung, dass alle an Schule Beteiligten sich auf dem Weg des Dialogs verständigen. Auftretende Probleme oder Kritik sind kein Beleg für einen falschen Weg, sondern die Chance zur Entwicklung.

Mehr Informationen unter:   TMBWK - ["Eigenverantwortliche Schule"]