Aus der Chronik der Stadt Gera

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Das Jahr 995

Relief der Stadtgeschichte In einer Schenkungsurkunde des Königs Otto III. vom 31.03., mit der der Kirche zu Zeitz das Land Ponzowa mit Crossen übereignet wird, ist im Zusammenhang mit einer angefügten Grenzbeschreibung erstmals der Name "Gera" erwähnt.

Neuere Untersuchungen ergaben, dass dieser Zusatz mit großer Wahrscheinlichkeit der königlichen Kanzlei zuzuordnen ist und damit zeitgleich mit der Ausstellung der Urkunde erfolgte. Somit kann die Urkunde aus dem Jahr 995 als erste sicher datierte Erwähnung des Namens Gera angesehen werden.

Das Jahr 999

Kaiser Otto III. schenkt seiner Schwester Adelheid, der Äbtissin des Stifts Quedlinburg, am 26.04. das Land Gera mit allem Zubehör zur freien Verfügung. Das Gebiet ist rechts der Elster zu lokalisieren und entspricht etwa der heutigen Ausdehnung Geras auf dieser Seite des Flusses, einschließlich einiger Dörfer im Osten bzw. Norden der Stadt.

In den Jahren 1121 bis 1265

In einer Reihe von Urkunden über Besitzungen und Einkünfte des Klosters Bosau werden erstmals einige Dörfer im Gau Gera - wie Nauendorf, Sölmnitz, Cretzschwitz, Gessen, Röpsen, Rusitz, Negis und Gnannendorf - erwähnt.

In den Jahren 1125 bis 1152

In verschiedenen Urkunden werden ein Luph von Gera bzw. Sibert von Gera als Zeugen erwähnt. Die Edlen von Gera waren offensichtlich vor den Vögten von Weida als Verwalter des quedlinburgischen Besitzes im Geraer Gebiet bestellt.